Gottfried Helnwein, geboren 1948 in Wien, gehört zu den meistdiskutierten Künstlern seiner Generation. Seine hyperrealistischen Bilder verletzter Kinder, seine bandagierten Selbstporträts und seine Arbeiten über den Nationalsozialismus haben immer wieder Proteste, Debatten und Bewunderung ausgelöst. Kaum ein bildender Künstler hat zudem so oft und so ausführlich über sein Werk gesprochen. Diese Website erschließt die wichtigsten dieser Gespräche und stellt sie in den Zusammenhang von Leben und Werk.
Die Gespräche
Leben und Werk
Helnwein studierte an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt und ab 1969 in der Meisterklasse von Rudolf Hausner an der Wiener Akademie der bildenden Künste. Nach Jahren in Wien lebte er ab 1985 auf Schloss Burgbrohl in der Eifel, seit 1997 lebt er in Irland, seit 2002 zusätzlich in Los Angeles.
Sein Werk umfasst Aquarell und Ölmalerei, Fotografie, Aktionen, Installationen im öffentlichen Raum, Plakate, Plattencover sowie Bühnenbilder und Inszenierungen für Oper und Theater.

Themen, die in den Gesprächen immer wiederkehren
- Die Kindheit im Nachkriegs-Wien – und warum Donald Duck dabei eine Hauptrolle spielt.
- Das Kind als zentrale Figur des Werks: verletzlich, ausgeliefert, unschuldig.
- Gewalt und Nationalsozialismus – vom Aquarell „Lebensunwertes Leben“ bis zur Installation „Neunter November Nacht“.
- Kunst für alle: Zeitschriftencover, Plakate und Rockmusik statt elitärer Galerieräume.
- Selbstporträt und Rollenspiel: der bandagierte, schreiende Künstler als Stellvertreter.